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2.10.18 20:40 Alter: 19 Tage
Kategorie: Website News

Löhn-Preis 2018

Unser Unternehmen erhielt zusammen mit den Projektpartnern am 28.9.2018 den Löhn-Preis in Stuttgart verliehen.


Preisträger Löhn-Preis 2018

Manfred Mattulat (Steinbeis), Christian Hayer (Steinbeis), Prof. Dr. Michael Auer (Steinbeis), Dr. Ralf Koeppe (Bosch Rexroth), Dr. Andreas Selig (Bosch Rexroth), Klaus Weyer (Sercos), Manuel Jacob (Steinbeis), Prof. Reinhard Keller (Steinbeis), Simon Wiedemer (Festo), Dr. Andreas Hölscher (Festo), Alexander Reisenhauer (Festo), Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Johann Löhn (Steinbeis), Dr.-Ing. Leonhard Vilser (Steinbeis) (v.l.n.r.)

Preisträger Löhn-Preis 2018

Diagnoseplattform für Kommunikationssysteme in der Automatisierungstechnik

Die fortschreitende Vernetzung von industriellen Produktionsanlagen stützt sich maßgeblich auf den Einsatz von modernen Kommunikationssystemen. Insbesondere im Hinblick auf die Vision der “Industrie 4.0“ spielt, neben der industriellen Härtung und Echtzeitfähigkeit dieser Systeme, die Integrationsmöglichkeit von Internet-Protokollen eine immer wichtigere Rolle. Die dadurch wachsende Komplexität stellt die Entwickler und Betreiber solcher Anlagen und deren Komponenten vor immer größere Herausforderungen bei der Optimierung, Verifizierung und der Suche nach Ursachen im Fehlerfall.

Um die Fehlersuche und Analyse von industriellen Kommunikationssystemen zu vereinfachen, haben das Steinbeis-Transferzentrum Systemtechnik und die Steinbeis Embedded Systems Technologies GmbH (Steinbeis EST GmbH) in Esslingen in Zusammenarbeit mit Sercos International e.V. in Süßen, der Bosch Rexroth AG in Lohr am Main und der Festo AG & Co. KG in Esslingen eine umfangreiche Plattform für die Diagnose solcher Systeme realisiert. Ursprünglich für die Analyse des Kommunikationsstandards Sercos entwickelt und als Sercos Monitor bezeichnet, ermöglicht der modulare Ansatz dieser Plattform eine detaillierte Analyse verschiedener, in der Automatisierungstechnik eingesetzter Kommunikationsprotokolle. Dazu gehören u.a. Ethernet-basierte Protokolle, INTERBUS, die Sensor-Aktor-Schnittstelle IO-Link und weitere herstellerspezifische Protokolle.

Die Plattform bietet ihren Anwendern eine PC-basierte, interaktive Benutzeroberfläche für die Konfiguration, Visualisierung und Auswertung von Kommunikationsdaten. Darüber hinaus kann sie auch automatisiert für den protokollübergreifenden Test von Netzwerkkomponenten eingesetzt werden. Die Herausforderung bei der Entwicklung dieser Plattform bestand in der Schaffung einer gemeinsamen Basiskomponente, die für die Analyse verschiedener Kommunikationssysteme mit ihren unterschiedlichen Merkmalen, wie z.B. Netzwerktopologie, Zykluszeiten und Datendurchsatz, geeignet ist. Zudem musste diese Komponente verschiedensten Anforderungen hinsichtlich Bedienbarkeit durch die Anwender und Steuerungs-Schnittstellen für den automatisierten Betrieb gerecht werden.

Das Ergebnis der Projektarbeit ist ein breit einsetzbares Diagnosewerkzeug für Kommunikationssysteme in der Automatisierungstechnik, das heute schon zur Fehlersuche in Anlagen, für automatisierte Tests und zu Lehrzwecken an der Hochschule Esslingen eingesetzt wird. Insbesondere die erweiterbare Architektur der Plattform sowie die breite Unterstützung durch deren Anwender bilden eine vielversprechende Grundlage für gemeinsame zukünftige Weiterentwicklungen.

Der Transferpreis der Steinbeis-Stiftung würdigt ein erfolgreiches Joint Venture für Kommunikation über Firmengrenzen hinaus.

Projektpartner